Schwächen sind auch Stärken

Jeder Mensch hat Stärken – und auch Schwächen. Gerade letztere machen uns verletzlich, aber auch durchaus menschlich und sympathisch. Stärken stärken und Schwächen schwächen heißt es oftmals in der Persönlichkeits- oder auch Personalentwicklung. Dabei sind Schwächen häufig unerkannte Schätze in unserer Persönlichkeit, die es wahrzunehmen und zu heben gilt, anstatt sie beheben zu wollen.

Und wenn Du in Deinem Leben bis hierher gekommen bist, hast Du höchstwahrscheinlich gelernt, mit Deinen Schwächen zu leben, mit ihnen umzugehen oder sie durch Deine Stärken auszugleichen. Hinter Schwächen können somit echte Stärken stecken.

Der Kontext entscheidet

Wer oder was entscheidet eigentlich, ob eine Eigenschaft eine Stärke oder Schwäche ist? Die Bewertung hängt vom Kontext, vom Umfeld, von den Erfahrungen, von der Situation und vielem mehr ab. Eine scheinbar eindeutige Stärke kann ebenso als Schwäche ausgelegt werden. Und eine angebliche Schwäche kann als Stärke genutzt werden. Hierzu empfehle ich das sehenswerte Pinguin-Gleichnis von Eckhart von Hirschhausen.

Schwächen stärken Dich

Wir lernen im Laufe unseres Lebens, mit unseren Schwächen zu leben, mit ihnen umzugehen oder auch sie zu umgehen. Wir finden Umwege, die zwar länger sein mögen, uns aber doch zum Ziel führen, teils sogar äußerst kreativ. Wir gleichen damit unsere Schwächen mehr als aus. Wenn es darum geht, sind wir überaus anpassungsfähig und erfinderisch. Allein das zeigt schon menschliche Stärke – die Computer nicht unbedingt haben.

Schau Dir also Deine Schwächen auch vor dem Hintergrund an, wie Du mit ihnen umzugehen gelernt hast. Mit welchen Deiner Stärken kompensierst Du Schwächen? Welche Fähigkeiten hast Du vielleicht gerade wegen einer persönlichen Schwäche entwickelt?

Bist Du merkwürdig

Nicht unbedingt bist Du auf Deine Eigenarten besonders stolz. Vielleicht möchtest Du sogar, dass sie unerkannt und in Deiner Bewerbung außen vor bleiben. Doch es lohnt sich, einen Blick auf diese Seite an Dir zu werfen.

Was Dich auszeichnet, was Dir einen besonderen Wiedererkennungswert verleiht, sind nicht nur Deine Stärken, sondern ganz wesentlich auch Deine Ecken und Kanten. Diese machen Dich marKANT. Sie gehören zu Deiner ICH-Marke.

Mit bewussten Schwächen souverän auftreten

Vielleicht haben Schwächen inzwischen eine andere Färbung für Dich bekommen und Du selbst kannst ihnen Gutes abgewinnen. Das ist eine gute Voraussetzung, damit Du mit ihnen gerade stehen kannst – aufrecht und aufrichtig.

Deine Schwächen zu kennen und zu ihnen zu stehen, macht Dich menschlich, authentisch und souverän im Auftreten. Du wirst glaubwürdiger und stärker in Deiner Ausstrahlung. Wenn Du Deine Schwächen erkennst und anerkennst, laufen mögliche Provokationen im Bewerbungsgespräch ins Leere. Glaubt Dein Gegenüber, eine Schwäche von Dir entdeckt zu haben, und versucht er Dich, mit ihr zu konfrontieren, kannst Du gelassen reagieren – denn Du kennst sie bereits. Du bist nicht überrascht oder verfällst gar in eine Schockstarre. Dein Gegenüber hat Dich lediglich erkannt, wie Du bist.

Wie Du Deine Schwächen nennst

Im Bewerbungsprozess ist eine Schwäche zunächst einmal kein Pluspunkt, zumindest wenn Du sie alleinig und ohne Kontext äußerst. Beachte daher:

  • Erläutere Deine Schwäche wenn möglich in einem privaten Beispiel-Kontext. In jedem Fall sollte die Schilderung Deiner Schwäche im Zusammenhang mit einer konkreten Situation stehen. Damit wirkt sie als Einzelfall weniger generell und deshalb auch weniger entscheidend.
  • Generalisiere Deine Schwäche nicht, sondern schränke die Wirkung Deiner Schwäche ein durch Formulierungen mit manchmal, hin und wieder oder gelegentlich.
  • Betone die weniger gravierenden Folgen Deiner Schwäche für andere – oder sogar die positiven.
  • Erläutere, wie Du mit Deiner Schwäche umgehst. Was hast Du bisher dazu gelernt? Bringe konstruktive Umgehensweisen für Deine Schwäche mit.

Wir sind alle mal schwach

Wir alle haben Schwächen. Sich diesen bewusst zu werden und sich selbst einzugestehen, ist schon eine Stärke für sich. Wenn Du dann noch souverän und konstruktiv mit ihnen umgehst, kann Dir eine Schwäche fast nichts anhaben. Und Du trittst authentisch und glaubwürdiger auf, als wenn Du allein von Deinen Stärken erzählst.

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Christian B. Rahe

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