Kostenloses BewerbungsCoaching mit Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein (AVGS)

Sind Sie arbeitssuchend gemeldet oder von Arbeitslosigkeit bedroht? Dann können Sie bei der Agentur für Arbeit oder dem JobCenter die Übernahme der Kosten für ein BewerbungsCoaching beantragen. Für diese persönliche Einzelmaßnahme gibt es den Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein – kurz AVGS. Somit können sich auch finanziell schlechter gestellte Bewerber*innen professionelle Unterstützung bei ihrer beruflichen Neuorientierung leisten. Wie Sie die Förderung erhalten, erfahren Sie hier.

Förderzweck eines Aktivierungs- und Vermittlungsgutscheins

Grundsätzlich sollen mit dem AVGS „Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung“ gefördert werden. Neben dem Gutschein für eine private Arbeitsvermittlung gibt es die Förderung für „Coaching und Qualifizierung“. Und darunter fällt auch ein BewerbungsCoaching, das der Coach inhaltlich individuell an Ihre Bedürfnisse anpasst und dann exklusiv mit Ihnen durchführt.

Voraussetzungen für die Beantragung eines AVGS

Für die Förderung durch einen Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein müssen Sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Entweder sind Sie bereits arbeitslos gemeldet, beziehen Arbeitslosengeld II über das JobCenter oder Sie sind von Arbeitslosigkeit bedroht, weil das aktuelle Arbeitsverhältnis beendet wird. Wichtig zu wissen: Der Bezug von Arbeitslosengeld I bzw. das Recht auf den Erhalt ist keine Voraussetzung. Sie müssen sich lediglich als arbeitssuchend melden. So können Sie durchaus einen AVGS erhalten, auch wenn Sie aktuell keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld haben, beispielsweise innerhalb einer Sperrfrist aufgrund eigener Kündigung.

Anspruch auf einen Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein

Um es gleich vorwegzunehmen: Einen Rechtsanspruch auf Ausstellung eines AVGS haben Sie nicht. Allerdings können Sie ihn unter den vorher genannten Voraussetzungen beantragen, und zwar direkt bei Ihrer zuständigen Ansprechperson der Arbeitsagentur oder dem JobCenter. Die Entscheidung obliegt dieser Person bzw. der jeweiligen Dienststelle. Hierfür besteht ein persönlicher Ermessenspielraum, welcher wiederum durch „ermessenslenkende Weisungen“ ausgelegt wird. Es ist somit vor allem eine Einzelfallentscheidung, welche Sie durchaus beeinflussen können. Notieren Sie sich daher bereits im Vorfeld, was Sie mit einem BewerbungsCoaching erreichen möchten. Vor welchen besonderen Herausforderungen sehen Sie sich? Können Sie nur in Teilzeit arbeiten, sind Sie über 50 Jahre, beabsichtigen Sie eine berufliche Umorientierung, gibt es Stolpersteine in Ihrem Lebenslauf oder anderes? Je klarer Sie sich über Ihre persönlichen Herausforderungen und Ziele sind, desto bereitwilliger bekommen Sie eine öffentliche Förderung.

Freie Wahl unter den AZAV-zertifizierten Trägern und Coaches

Wenn Sie den Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein erhalten, haben Sie grundsätzlich die freie Wahl, für welchen BewerbungsCoach Sie sich entscheiden. Da die öffentlichen Stellen wie Arbeitsagenturen und JobCenter zur Neutralität verpflichtet sind, kann Ihnen nicht vorgeschrieben werden, bei wem Sie die geförderte Maßnahme machen. Allerdings muss der gewählte Anbieter die Zertifizierung bzw. Zulassung nach AZAV für sich als Bildungsträger sowie für die konkrete Bildungsmaßnahme vorweisen. Extra-Tipp: Wenn Sie sich bereits nach dem richtigen BewerbungsCoach für Ihre Ziele umgesehen haben, fragen Sie im Vorab-Gespräch, ob das BewerbungsCoaching über den AVGS abgerechnet werden kann. Auch wenn nicht alle Coaches selbst über eine AZAV-Zulassung verfügen, arbeiten doch viele mit einem geeigneten Träger zusammen. Mancher Bildungsträger hat sich sogar auf Online-Angebote spezialisiert.

Regionale Bindung eines Aktivierungs- und Vermittlungsgutscheins

Lange Zeit war es üblich, dass die Einlösung eines AVGS an einen Landkreis oder Bundesland gebunden war. Hintergrund ist sicher die Möglichkeit, dass Bewerber*innen die Fahrtkosten zur Bildungsmaßnahme geltend machen und erstattet bekommen können. Spätestens seit Corona in 2020 wird von bundesweiten Online-Angeboten an BewerbungsCoachings immer mehr Gebrauch gemacht. Und weil hier keine Fahrtkosten anfallen, gibt es auch keine regionale Beschränkung, sofern das BewerbungsCoaching online durchgeführt wird. Dies muss im Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein entsprechend vermerkt sein, damit Sie die bundesweite Auswahl unter geeigneten BewerbungsCoaches haben.

Inhalte eines AVGS-BewerbungsCoaching

Was Sie im BewerbungsCoaching angehen möchten, sollten Sie mit dem Angebot des Bildungsträgers bzw. Coaches abgleichen. Wird die zugehörige Coaching-Maßnahme für Sie bewilligt, enthält der AVGS bzw. die Bewilligung von Fall zu Fall Schwerpunkte, die Berücksichtigung finden sollten. Teilweise ergeben sich diese aus einem Gespräch zwischen Ihnen und Ihrer Ansprechperson bei der Arbeitsagentur bzw. dem JobCenter. Häufig geht es um das Erstellen aktueller Bewerbungsunterlagen, die berufliche Orientierung, die Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche oder das Bewusstwerden und Kommunizieren der eigenen Stärken. Zu Beginn des BewerbungsCoachings sollten die Ziele definiert und der Erreichungsgrad am Ende abgestimmt werden. Zudem sollte der Coach die Inhalte der Zusammenarbeit an dem ausrichten, was Sie aktuell im Bewerbungsprozess oder bei der beruflichen Neuorientierung benötigen, um erfolgreich im Arbeitsmarkt zu landen.

Schritte der Beantragung eines AVGS

Wie bereits erwähnt, sollten Sie sich vorab über Ihre Ziele und Erwartungen zu einem BewerbungsCoaching klar werden. Mit diesen Überlegungen machen Sie sich auf die Suche nach dem richtigen BewerbungsCoach. Gehen Sie ins Gespräch und klären Sie, ob ein AVGS-Coaching möglich ist. Lassen Sie sich dazu Informationen bzw. ein Angebot zukommen. Mit den gesammelten Informationen treten Sie dann an Ihre zuständige Ansprechperson der Arbeitsagentur oder des JobCenters heran und beantragen den Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein für das gewünschte EinzelCoaching. Sind die Voraussetzungen für eine Förderung erfüllt, wird Ihnen in den meisten Fällen innerhalb weniger Tage der AVGS ausgestellt und zugesandt.

Von der Beantragung bis zum Beginn des AVGS-Coachings

Sobald Sie den Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein in den Händen halten, sollten Sie sich mit ihm an Ihren ausgewählten Maßnahmenträger bzw. Coach wenden. Der auf dem Gutschein angegebene Gültigkeitszeitraum bezieht sich nämlich auf den Beginn der Maßnahme. Der erste Coaching-Termin muss also innerhalb des genannten Zeitraums liegen. Und bis zum Beginn des Coachings sind noch ein paar Formalitäten notwendig. Ist der AVGS korrekt bzw. passend zur gewünschten Maßnahme ausgestellt, übergeben Sie ihn an den Träger, welcher ihn ausgefüllt an die zuständige Stelle von Arbeitsagentur bzw. JobCenter schickt und somit die Bewilligung der BewerbungsCoaching-Maßnahme beantragt. Den darin angegebenen Beginn des Coachings vereinbaren Sie in der Regel individuell mit dem Coach. Der Termin liegt meist mindestens eine Woche in der Zukunft, da die Maßnahme erst nach Vorlage der Bewilligung beim Bildungsträger beginnen darf. Von der erfolgten Bewilligung erhalten sowohl Sie als auch der Träger Bescheid. Bestenfalls geht es also bereits eine Woche nach Ausstellung des Aktivierungs- und Vermittlungsgutscheins los mit Ihrem BewerbungsCoaching.

Umfang und Dauer eines AVGS-BewerbungsCoachings

Wie lange das BewerbungsCoaching dauert, hängt zum einen von der Bewilligung ab. Die maximale Maßnahmendauer ist üblicherweise in Wochen oder Monaten angegeben. Außerdem gibt es die Vorgabe, dass wöchentlich mindestens zwei Coaching-Termine stattzufinden haben. Zum anderen gibt es Gestaltungsspielraum, was die Länge eines Coaching-Termins anbetrifft. Von einer bis zu mehreren Unterrichtseinheiten (UE) ist alles möglich. Dies sollten die Ihren Zielen und Erwartungen entsprechend mit Ihrem Coach besprechen und individuell vereinbaren. Eine weitere Begrenzung der Dauer ergibt sich aus dem bewilligten Umfang, der meist in der maximalen Anzahl der UE angegeben ist. Sollten hierzu keine Angaben gemacht sein, gilt die mit der zertifizierten Maßnahme genannte Anzahl an UE als Maximum. Da der Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein der Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt dienen soll, endet die bewilligte Maßnahme spätestens mit dem Beginn der Aufnahme einer neuen versicherungspflichtigen Beschäftigung, also dem ersten Arbeitstag.

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