Deine Lieblingstätigkeiten

Vielleicht wirst Du im beruflichen Zusammenhang nicht so häufig gefragt, was Du gerne tust. Dabei hilft Dir das bei Deiner beruflichen Neuorientierung vielleicht mehr weiter als zu wissen, was Du gut kannst. In Deinen Lieblingstätigkeiten kannst Du eine Menge über Dich entdecken: Deine Motivation, Deine Werte, Deine Bedürfnisse und auch besondere Fähigkeiten. Denn was Du gerne tust, machst Du sehr wahrscheinlich auch sehr gut.

Was tust Du richtig gerne?

Notiere Dir, was Du am liebsten tust – in Verbform, z. B.: Skifahren. Es dürfen Tätigkeiten aus dem Privaten oder Beruflichen sein, unabhängig davon, ob Du darin besonders gut bist, ob Du dafür Anerkennung bekommst oder ob Du damit ein bestimmtes Ziel verfolgst. Es darf also durchaus etwas banal Erscheinendes sein wie Spazierengehen. Gerne kannst Du auch notieren, was Du schon lange nicht mehr getan hast oder schon immer mal tun wolltest. Bei den Lieblingstätigkeiten bist Du häufig im so genannten Flow-Zustand: Du vergisst beim Tun die Zeit und fühlst Dich einfach wohl. Und das ist entscheidend.

Notiere Dir min. 20 Deiner Lieblingstätigkeiten. Wenn das für Dich eine Herausforderung ist, nimm Dir an mehreren Tagen in Folge immer wieder ein wenig Zeit und gehe gedanklich die letzten Tage, Wochen, Monate und Jahre zurück. Erinnere Dich und achte dabei auch auf scheinbare Kleinigkeiten im Alltag. Es lohnt sich, die Übung nicht vor der 20. Lieblingstätigkeit zu beenden.

Das gewisse Etwas

Wenn Du min. 20 Deiner Lieblingstätigkeiten notiert hast, überlegst Du Dir, was die jeweils entscheidenden Details bei jeder einzelnen Deiner Lieblingstätigkeiten sind. Wie ist der Kontext? Was macht die Qualität der Tätigkeit für Dich aus? Wo oder wann tust Du das am liebsten? Wer oder was sollte dabei sein? Was darf nicht fehlen? Welche Empfindungen hast Du beim Tun? Wie geht es Dir danach?

Das Warum dahinter

Jetzt geht es um Deine Bedürfnisse hinter dem Tun. Warum tust Du, was Du tust? Was gibt Dir das reine Tun, unabhängig von einem Erfolg? Was treibt Dich an, was ist Deine Motivation?

Was Du daraus ableiten kannst

Am Ende weißt Du nicht nur, was Du gerne tust, sondern auch, worauf es genau ankommt. Oft sind Details für das persönliche Empfinden entscheidend. Das kann auch bei der Arbeit eine wichtige Rolle spielen. Die Motivation für Deine Lieblingstätigkeiten bewegen Dich letztlich auch bei Deiner Arbeit, wenn Du sie als gut und sinnvoll empfindest.

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