Deine Stärken

Wir alle haben Eigenschaften, die uns auszeichnen. Damit meine ich nicht nur welche, die eindeutig positiv gesehen werden, sondern auch jene, die einen Wiedererkennungswert für Deine Person schaffen. Mit welchen Eigenschaften machst Du Dich unverkennbar und hebst Dich von Deinen Mitmenschen ab?

Deine besten Seiten erkennen

  1. Wähle aus der unten stehenden Liste möglicher Charakter-Eigenschaften Deine zu Dir passenden aus.
  2. Reduziere Dich auf 10 wesentliche Eigenschaften.
  3. Erinnere für jede dieser 10 Eigenschaften eine Situation, in der Du diese Eigenschaft gezeigt hast, also für andere Menschen erkennbar war.
  4. Mache Dir bewusst, in welchen Situationen Du mit diesen Eigenschaften anderen weiterhilfst, einen Beitrag leistest oder Nutzen stiftest.

Liste möglicher Charakter-Eigenschaften

Die folgende Aufzählung ist natürlich nicht vollständig, sondern darf Dich inspirieren. Auch wenn manche Eigenschaftsworte für Dich negativ klingen mögen, sei offen und ehrlich zu Dir selbst. Notiere Dir im ersten Schritt alle Eigenschaften, die Du für Dich für zutreffend hältst. Die Kategorien Gut und Schlecht passen da nicht. Ob Du mit einer Eigenschaft anderen, z. B. Deinem Arbeitgeber, weiterhelfen kannst, kommt sehr auf den Kontext und das Umfeld an.

abwägend
aktiv
analytisch
anpackend
anpassungsfähig
anspruchsvoll
aufgeschlossen
ausdauernd
ausgeglichen
authentisch
autodidaktisch
autoritär
begeisterungsfähig
beherrscht
belastbar
beliebt
bescheiden
charismatisch
diszipliniert
dominant
durchsetzungsfähig
effektiv
effizient
ehrgeizig
ehrlich
einfühlsam
empathisch
engagiert
entscheidungsfreudig
erfinderisch
extravertiert
fair
flexibel
fokussiert
fordernd
fortschrittlich
fürsorglich
furchtlos
ganzheitlich
geduldig
gefühlsbetont
gefühlsorientiert
gelassen
generalistisch
gerecht
genießerisch
gründlich
gütig
herzlich
hilfsbereit
humorvoll
impulsiv
initiativ
innovativ
integrationsfähig
integrativ
interessiert
introvertiert
klar
kommunikativ
kompetent
kompromissbereit
konformistisch
konservativ
kontaktfähig
kontrollierend
kooperativ
kostenbewusst
kreativ
kritisch
kundenorientiert
leidenschaftlich
leistungsorientiert
lernbereit
lernfähig
liebenswert
liebevoll
lösungsorientiert
loyal
nachdenklich
neugierig
optimistisch
ordentlich
ordnungsliebend
organisiert
pessimistisch
pflichtbewusst
planvoll
praktisch
präzise
pragmatisch
proaktiv
problembewusst
raumgebend
respektvoll
risikobereit
rücksichtsvoll
ruhig
sachlich
sachorientiert
scharfsinnig
schlagfertig
schöpferisch
selbständig
selbstbewusst
selbstkritisch
selbstsicher
sensibel
sensitiv
skeptisch
sorgfältig
sozial
spirituell
spontan
strategisch
stresstolerant
sympathisch
taktisch
teamfähig
tolerant
überlegt
überschauend
überzeugend
umsichtig
unerschütterlich
unkompliziert
unkonventionell
unparteiisch
verantwortungsbewusst
verantwortungsvoll
verbindend
verbindlich
verhandlungsgeschickt
verlässlich
vernünftig
verständnisvoll
vertrauensvoll
vertrauenswürdig
vielseitig
vital
visionär
vorausschauend
vorsichtig
wagemutig
wählerisch
werteorientiert
willensstark
zielstrebig
zufrieden
zurückhaltend
zuverlässig
zweifelnd

Deine Stärken in der Bewerbung

Deine so gefundenen Charakterzüge kannst Du in Deiner Bewerbung als Stärken anbringen. Wenn Du Storytelling anwendest, überzeugst Du auf eine emotionale, bildliche und nachvollziehbare Art und Weise von Deiner Persönlichkeit.

Grenze Dich von anderen ab

Um Teil unserer Gesellschaft zu sein, schmiegen wir uns nur allzu oft stromlinienförmig unserer Umgebung an. Das mag aufs Erste harmonisch wirken. Doch sind wir damit nicht ehrlich zu uns selbst und unterdrücken vielleicht sogar wesentliche Anteile in uns. Und gerade eigenwillige, eher kantige Charakterzüge können sehr hilfreich für Dein Umfeld sein.

Kantig zu sein, bedeutet Kante zu zeigen, sich abzugrenzen – z. B. von Deinen Mitbewerbern. Durch diese Abhebung schaffst Du einen Wiedererkennungswert und bietest bestenfalls ein Alleinstellungsmerkmal, welches Dein neuer Arbeitgeber besonders wertschätzt.

Deine ICH-Marke

Marken-Produkte sind uns oft bekannt mit bestimmten Attributen. Teilweise werden diese in einem Slogan genannt, z. B. quadratisch, praktisch, gut (Rittersport-Schokolade). Das steigert den Wiedererkennungswert. Das kann auch für Dich im Bewerbungsprozess hilfreich sein.

Deine drei marKANTEsten Eigenschaften markieren Dich mit Deiner ICH-Marke. Du darfst Dich also auf drei Deiner interessantesten, stärksten Eigenschaften in der Außendarstellung beschränken. Sie sollten Dich in der Kombination von anderen Menschen abheben. Sie dürfen gerne ambivalent wirken, da hiermit die Aufmerksamkeit erhöht wird. Und zu jeder Eigenschaft solltest Du eine kleine Story bereithalten, die Deine Art verkörpert.

Blinder Fleck Deiner Selbstwahrnehmung

Häufig können wir uns selbst weniger gut beschreiben – andere dafür umso besser. Um uns selbst näher kennenzulernen und sich selbst bewusster zu werden, lohnt sich das Einholen eines Feedbacks. Erkenne Dich selbst durch die Augen anderer. Wie nehmen andere Dich wahr? Erhalte wichtige Erkenntnisse über Dich selbst, verkleinere Deinen blinden Fleck im Selbstbild – ganz einfach, indem Du andere fragst.

So bekommst Du wertvolles Feedback

  1. Überlege Dir, von wem Du Dir gerne ein Feedback einholen möchtest. Wer ist wertschätzend, offen und ehrlich mit Dir?
  2. Frage die Person, die Dir zuerst in den Sinn gekommen ist, ob sie Dir ein aufrichtiges Feedback zu Deiner Persönlichkeit geben möchte. Falls ja, nehmt Euch mindestens 30 Minuten Zeit dafür. Eventuell lohnt es sich, einen Termin dafür zu vereinbaren, damit Ihr die nötige Ruhe und Konzentration habt. Schafft einen angenehmen Rahmen für diese wertvolle Zeit.
  3. Lasse Dich dann von dieser Person detailliert beschreiben (Verhalten, Eigenschaften, Besonderheiten, Fähigkeiten und auch Deine Ecken und Kanten). Notiere Dir alles, ohne zu kommentieren oder zu bewerten, was Du über Dich hörst. Das ist sehr wichtig, um die ursprüngliche Aussagekraft zu erhalten und Deinen Feedbackgeber nicht zu bremsen.
  4. Biete Deinem Feedbackgeber an, ihm ebenfalls Deine Wahrnehmung seiner Person mitzuteilen – aber tue dies nur, sofern er es ausdrücklich auch wünscht. Ein ungefragtes Feedback zu geben, verstößt gegen die Regeln (siehe unten).

Diese Übung bringt neben den Erkenntnissen über Dich selbst auch die Möglichkeit, die Beziehung zwischen Euch zu vertiefen. Hole Dir gerne ein Feedback von mehreren Menschen Deines Umfelds ein. Es fällt durchaus unterschiedlich aus. Du bekommst mehrere Sichtweisen und dadurch mehr Wissen über Dich selbst.

Regeln für ein konstruktives Feedback

Wichtig: Beim Feedback geht es um die individuelle Wahrnehmung einer anderen Person, insbesondere des gezeigten, konkreten Verhaltens. Das muss nicht die Wahrheit sein, sondern ist eine subjektive Sicht. Ich empfehle dringend, die Feedback-Regeln zu beachten, damit das Feedback konstruktiv ist und eine gute Verbindung schafft:

  1. Ein Feedback wird gegeben, wenn es ausdrücklich gewünscht ist. Dann ist der Feedbacknehmer offen für das Mitgeteilte.
  2. Ein Feedback beschreibt vom Feedbacknehmer geäußertes Verhalten in einer konkreten Situation. Mit diesem Kontext ist das Feedback besser nachvollziehbar.
  3. Ein Feedback enthält keine Bewertungen oder Interpretationen durch den Feedbackgeber, sondern Ich-Botschaften. Der Feedbackgeber schildert seine subjektive Wahrnehmung eines Verhaltens des Feedbacknehmers und seine innere oder äußere Reaktion darauf.
  4. Ein Feedback bezieht sich grundsätzlich auf änderbares Verhalten. Ansonsten ist es nicht konstruktiv.

Warme Dusche

Als artverwandte Übung empfehle ich die „Warme Dusche“. Statt Dich von einer anderen Person im Gesamten beschreiben zu lassen, lässt Du Dir hierbei ausschließlich positives Feedback geben. Hört sich toll an? Ist es auch! Wenngleich es gar nicht so leicht ist, positive Aussagen über sich selbst anzunehmen, ohne sie gleich zu relativieren.

Doch genau darum geht es: Lass Dir mindestens 15 Minuten lang Komplimente zu Dir und Deinem Verhalten geben. Kommentiere sie nicht, sondern schreibe sie möglichst wortgetreu auf (oder nimm eine Audio-Datei auf). Du darfst lediglich Fragen zu Deinem besseren Verständnis stellen, wenn Du ein Kompliment inhaltlich nicht verstanden hast. Die Wirkung dieser Übung ist grandios: Du fühlst Dich danach einfach toll. Und die Beziehung zu Deinem Feedbackgeber könnte davon ebenfalls profitieren.

Stärke oder Schwäche

Spätestens im Vorstellungsgespräch geht es nicht nur um Deine persönlichen Stärken, sondern auch um die weniger beliebten Schwächen. Doch liegen in nahezu jeder Charaktereigenschaft Stärke und Schwäche gleichermaßen – und manches Mal sogar dicht beieinander. Schaue Dir also auch Deine Schwächen an und relativiere sie.

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Christian B. Rahe

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