Stärken und Schwächen richtig kommunizieren – im Vorstellungsgespräch und Bewerbungsanschreiben

Die Frage nach den Stärken und Schwächen ist wohl eine der bekanntesten Fragen zum Vorstellungsgespräch. Und selbst wenn sie nicht immer gestellt wird, stellt sie für die meisten Bewerber eine Herausforderung dar. Ohne Zweifel geht es um eine entscheidende Frage. Die Antworten lassen auf die Persönlichkeit des Bewerbers schließen. Und genau diese ist für Arbeitgeber immer wichtiger, wenn die Eignung eines Kandidaten beurteilt werden soll. Ob Dir die Frage nach den Stärken und Schwächen in einem Vorstellungsgespräch gestellt wird oder nicht – Du solltest Dich sehr gut auf sie vorbereiten. Ich zeige Dir, wie Du das am besten anstellst.

Geht es wirklich um Stärken und Schwächen?

Damit Du Dich optimal auf ein Vorstellungsgespräch vorbereiten kannst, solltest Du zunächst verstehen, was Arbeitgeber von Dir wissen wollen – und weshalb. Wohl die wenigsten Personaler stellen schwierige, persönliche oder merkwürdige Fragen, um Dich damit zu nerven oder abzuschrecken. Wenn Du zum Vorstellungsgespräch eingeladen bist, konntest Du mit Deinen Bewerbungsunterlagen so weit überzeugen. Bewerbungsschreiben sind zwar von den wenigsten Bewerbern interessant oder gar aufschlussreich, doch immerhin der Lebenslauf gibt in den meisten Fällen einen schnellen Einblick in die fachliche Eignung eines Kandidaten. Hierbei geht es vor allem um die richtige Qualifikation und Berufserfahrung – die so genannten Hard Skills. Doch was ist mit den weichen Kriterien Deiner Job-Eignung?

Soft Skills oder persönliche Stärken

Die schwerer nachweisbaren Stärken, die Soft Skills, stellen die persönliche Eignung von Bewerbern dar. Und genau diese Persönlichkeit ist für viele Jobs und unsere neue Arbeitswelt (Stichwort New Work) immer entscheidender. Denn gerade unsere Charaktereigenschaften, die uns so menschlich machen, grenzen uns von klugen Algorithmen ab bzw. ergänzen diese optimalerweise. Computersysteme lassen zumindest aktuell noch einige Fähigkeiten vermissen: Empathie, Kreativität oder Spontanität. Personaler haben daher ein besonderes Augenmerk auf Deine Persönlichkeit als Bewerber und potenzieller Mitarbeiter. Sie wollen Dich von Deiner ganz persönlichen Seite kennenlernen. Deshalb ist es nicht überraschend, wenn Dir manche Fragen tatsächlich persönlich vorkommen – wie zum Beispiel die nach Deinen Stärken und Schwächen.

Persönliche Stärken und Soft Skills solltest Du bei der Frage nach Stärken und Schwächen im Vorstellungsgespräch besonders hervorheben.

Stärken und Schwächen: Mit der Angst vor der Frage umgehen

Weil es bei der Frage nach Deinen Stärken und Schwächen wirklich um Dich und Deine Persönlichkeit geht, mag es sich für Dich vielleicht anfühlen wie ein Griff in Deine Privatsphäre. Diese grenzen wir im Beruflichen gerne ab. Doch so leicht ist das nicht. Schließlich können wir unsere Persönlichkeit nicht sauber in zwei Stücke zerlegen. Und wir wollen es auch nicht länger – in einer Arbeitswelt, die mit und für uns Menschen gemacht sein soll. Also gilt es für Dich als Bewerber, auch Deine bisher vielleicht für privat gehaltene persönliche Seite zu zeigen. Durch die Frage nach den Stärken und Schwächen fühlen sich viele Bewerber getroffen und herausgefordert, sich und ihr Innerstes zu zeigen. Das kann durchaus Ängste wachrufen oder zumindest nervös machen. Angst entsteht zu einem Teil aus Unwissenheit. Du weißt inzwischen, weshalb Arbeitgeber Deine Persönlichkeit näher kennenlernen wollen. Doch wie gut kennst Du eigentlich Dich selbst? Viele Bewerber kennen sich selbst nicht einmal und können demnach auch keine Stärken und Schwächen über sich nennen. Schließe daher diese Wissenslücke durch eine tiefgehende Selbstreflexion.

Falsche Antwort bei der Stärken-und-Schwächen-Frage

Ein weiterer Grund für die Angst vor der Stärken-und-Schwächen-Frage liegt mehr in der Antwort als der Frage selbst: Was passiert, wenn ich die falschen Antworten gebe!? Dazu kann ich Dich beruhigen, denn an sich gibt es hierbei kein Richtig oder Falsch. Du bist einfach, wie Du bist. Dennoch kannst Du Dich falsch fühlen. Und das greift Deine Identität an – was Du wahrscheinlich auf jeden Fall vermeiden willst. Es ist eine Art natürliche Selbstverteidigung, Dich lieber nicht zu zeigen. Du brauchst schon ein gesundes Selbstbewusstsein, um Dich zu zeigen, wie Du bist. Sei Dir daher Deiner selbst bewusst. Welche Eigenschaften zeichnen Dich aus? Stehe zu ihnen und somit zu Dir selbst.

Doch auch mit einem noch nicht so ausgeprägten Selbstbewusstsein kann Du die Frage nach Deinen Stärken und Schwächen bestehen: Sei Dir bewusst, dass es bei Deinen Antworten nicht um Richtig oder Falsch geht, sondern darum, ob Du zum Job, zu den Aufgaben, dem Team und zum Arbeitgeber passt. Bei der Suche nach dem richtigen Kandidaten geht es für den Arbeitgeber nicht darum, Dich zu verändern oder zu bewerten, sondern lediglich darum, wie passend Du bist. Und ja, dabei kann herauskommen, dass Ihr nicht gut zusammenpasst. Sehr wohl geht es um zwei Seiten, die sich optimalerweise ergänzen. Wenn es nicht zu einem Matching zwischen Euch kommt, könntest Du ebenso gut feststellen, dass der Arbeitgeber oder Job nicht zu DIR passen. Verändert diese Denkweise etwas an Deinem Selbstbewusstsein?

Wie Du Deine Stärken und Schwächen herausfindest

Nachdem Du Deine Ängste nun vielleicht besser im Griff hast, geht es darum, Dir Deiner Stärken und Schwächen bewusst zu werden. Lasse auch hierbei die Kategorien Richtig und Falsch hinter Dir und finde vielmehr Deine Eigenschaften heraus, relativ neutral betrachtet. Frage Dein Umfeld, Familie, Partner, Freunde oder auch Kollegen, mit welchen Eigenschaften sie Dich beschreiben, wie sie Dich erleben und wahrnehmen. Diese Antworten sind individuelle Wahrnehmungen von außen – nicht zu verwechseln mit der Wahrheit. Du musst also nicht alles für voll nehmen, sondern darfst Dich von außen sehen und dadurch inspirieren lassen. Das mag schwer für Dich sein, da wir es nur zu gewohnt sind, alles und jeden zu bewerten. Doch die Wertung Deiner Eigenschaften kommt erst später, wenn Du sie in einen bestimmten Kontext stellst. Neben dem Einholen von Feedback anderer kannst Du auch einfach für Dich selbst diese Liste von Eigenschaften studieren und die auf Dich zutreffenden vermerken.

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Wie Eigenschaften zu Stärken oder Schwächen werden

Nun hast Du eine Liste von notierten Eigenschaften zu Deiner Person. Welche sind nun die Stärken und Schwächen? Das entscheidet sich an dem, was der Arbeitgeber für eine konkrete Stelle fordert bzw. braucht, ohne dass es zwingend in einer Stellenanzeige genannt sein muss. In Stellenangeboten liest Du häufig Aufzählungen an Soft Skills wie Teamfähigkeit, Zuverlässigkeit oder Kommunikationsstärke. Nun wäre es doch ein Leichtes, Treffer in Deiner Liste zu finden, denkst Du vielleicht. Und tatsächlich kannst Du so auf Deine Job-relevanten Stärken kommen. Da Arbeitgeber leider nicht immer spezifisch bei der Auswahl der angeführten Eigenschaften sind, lohnt sich jedoch ein genauerer Blick zwischen die Zeilen des Stellenangebots. Überlege Dir, welche Deiner Eigenschaften bei der Ausübung des Jobs einen entscheidenden Unterschied machen können. Welche Aufgaben kannst Du aufgrund Deiner Persönlichkeit besser, schneller oder einfacher erledigen als jemand, der Deine speziellen Eigenschaften nicht hat? Welche Eigenschaften heben Dich von anderen Bewerbern ab? Bei diesen geht es um Deine Spezialität, auch ICH-Marke genannt. Doch geht es nicht nur darum, einen Wiedererkennungswert zu generieren, sondern wiederum um die schon angesprochene Passung. Überlege Dir also, mit welchen besonderen Eigenschaften Du Deinem Arbeitgeber einen besonderen Nutzen, Benefit bzw. Vorteil bieten kannst.

Beispiel für eine besondere Stärke: Kommunikation

Nehmen wir als Beispiel die Stelle einer Verkäuferin oder Verkäufers. Die Qualifikation durch Ausbildung im entsprechenden Berufsbild ist hier wenig entscheidend über die Verkaufserfolge. Vielmehr kommt es auf beispielsweise auf die Kommunikationsfähigkeiten des Mitarbeiters. Kommunikationsstärke ist allerdings wieder nur ein Schlagwort, das zu nennen, nicht ausreicht. Mache es konkret, indem Du aus Deiner Erfahrung erzählst: Wenn ich mit Kunden im Rahmen einer Reklamation zu tun habe, höre ich dem Kunden zunächst einmal einfach zu. Das ist wichtig, damit dieser sich verstanden fühlt und seine Aufregung geringer wird. Durch weiteres Nachfragen erfahre ich, was genau das Problem des Kunden ist und finde mit den Hintergrundinformationen in vielen Fällen schon eine Lösung. Dabei ist mir wichtig, dass sowohl der Kunde als auch mein Arbeitgeber sein Gesicht wahren können. Dieses Beispiel zeigt, dass es nicht um Kommunikation im Allgemeinen geht, sondern um Eigenschaften wie Empathie und Lösungsorientierung. Und diese zeigen sich wiederum in der Kommunikation mit Kunden – was für Kunde und Arbeitgeber ein Gewinn ist.

Kommunikation ist in vielen Bereichen eine großartige Stärke und kann Dich weit bringen! Belege
Deine Stärke mit Erfahrungen aus Deinen bisherigen Stationen.

3 Stärken Deiner Persönlichkeit auswählen

Um richtig gut auf Dein Vorstellungsgespräch sowie die Fragen zu deinen Stärken und Schwächen vorbereitet zu sein, überlegst Du Dir mindestens drei Eigenschaften, die in Bezug auf Deinen neuen Job Stärken sind. Als Hilfe kannst Du meine Liste möglicher Charakter-Eigenschaften nehmen. Dazu überlegst Du Dir anhand der Stellenbeschreibung, welche Herausforderungen bei der Arbeit auf Dich zukommen könnten – und wie Du ihnen begegnen kannst. Für jede Deiner gefundenen Stärken überlegst Du Dir ein Beispiel. Das kann entweder eine Situation sein, die Du bereits erlebt hast und Dir und dem Personaler belegt, dass Du Deine Eigenschaft bereits als Stärke einsetzen konntest. Oder, falls Du keine passende Situation aus Berufs- oder Privatleben erinnerst, Du konstruierst einen Kontext Deines künftigen Jobs, in dem Deine Stärke zum Tragen kommt. In jedem Fall ist es wichtig, dass Du Deine Stärke in einem Zusammenhang erläuterst. Die Überzeugungskraft entsteht aus konkreten Bildern, Du die damit in den Kopf des Personalers zauberst. Klingt schwierig für Dich? Auf schicke Formulierungen bei deinen Stärken und Schwächen kommt es gar nicht an. Vielmehr geht um klare, einfache Sprache, mit welcher Du die Eckpunkte des Bildes, also der Situation, klar beschreibst. Sehr hilfreich ist hierzu die Methode des Storytellings bzw. S.T.A.R.

Weshalb auch die Schwächen interessieren

Nun hätten wir das Thema Stärken einmal abgehakt. Wozu wollen Personaler denn auch noch von Deinen Schwächen wissen? Trotz Perfektionismus können wir Menschen nicht nur unsere Stärken zeigen und einsetzen. Zu jeder ach so glänzenden Medaille gehört auch die dunklere Kehrseite. Die muss nicht besonders düster sein, sondern gehört einfach zu einem runden Bild von Dir dazu. Sie macht Dich menschlich und insgesamt sogar glaubwürdiger. Auch Personaler kaufen nicht gerne die sprichwörtliche Katze im Sack. Manche Schwächen können Dich sympathischer erscheinen lassen und unterstützen Dich bei der Überzeugungsleistung im Vorstellungsgespräch. Andere wiederum können ein K.O.-Kriterium für Deinen neuen Job sein.

Schwächen sind relativ – der Kontext entscheidet

Stärken und Schwächen liegen oft nah beieinander. Es geht bei Schwächen meist um Charaktereigenschaften, die bei anderen anecken oder überzeichnet sind. Nehmen wir als Beispiel die Sorgfalt. Wohl kaum ein Arbeitgeber hat an einer sorgfältigen Arbeitsweise etwas auszusetzen. Was aber, wenn Du pedantische Züge hast? Das wäre eine extreme Ausprägung von Sorgfalt, die Dich viel Zeit kosten kann – und letztlich sogar Deinen Job. Gerade wenn es Deinem Chef eher darum geht, schnell gute Ergebnisse zu bekommen. Diesem ist Effizienz wichtiger als allzu große Genauigkeit beim Erledigen Deiner Aufgaben. Wie Du siehst, sind Schwächen gar nicht so leicht zu bestimmen oder von Stärken abzugrenzen. Sie lassen sich häufig nur anhand des Kontextes von Stärken unterscheiden. Der Kontext wiederum definiert sich durch Aufgaben oder Ziele, Teammitglieder oder Vorgesetzte. Nehmen wir ein Beispiel aus der Tierwelt, welches auch Eckhart von Hirschhausen aufgegriffen hat: Der Pinguin ist zwar ein Vogel, kann aber nicht fliegen. Auch laufend ist er sehr langsam unterwegs. Kommt er allerdings in sein Element, das Wasser, ist er einer der schnellsten und effizientesten Schwimmer. Es kommt also darauf an, in welchem Umfeld Du bist.

Relevante und akzeptable Schwächen nennen

Ein Arbeitgeber möchte mit der Frage nach Deinen Schwächen herausfinden, welche Schwierigkeiten in der Zusammenarbeit mit Dir auftauchen könnten – oder ob Du Dir gar selbst im Weg stehst, wie es zum Beispiel beim Perfektionismus durchaus vorkommen kann. Diesem Bedürfnis solltest Du als Bewerber nachkommen und möglichst offen und ehrlich von deinen Stärken und Schwächen berichten, auch von Deinen Schattenseiten. Das heißt allerdings nicht, dass Du im Vorstellungsgespräch munter drauflos erzählst und alles riskierst. Ebenso wenig bringt es Dich im Vorstellungsgespräch wirklich weiter, wenn Du Schwächen nennst, die überhaupt nicht relevant oder gar lächerlich erscheinen. Hier sei die Schwäche für Schokolade erwähnt. Es kommt daher auf die bewusste Auswahl Deiner zu nennenden Schwächen an.

Schwächen aus dem privaten Kontext

Eine gute Chance, Dich ehrlich zu zeigen, ohne Dein Gesicht zu verlieren, sind Schwächen, die sich in Deinem Privatleben zeigen. Zum Beispiel könntest Du eine Schwäche in Form von Unordnung haben, die sich in Deinem Kleiderschrank zeigt und über die sich Dein Partner beschwert. Vielleicht hat sich auch der unordentlich wirkende Schreibtisch für Dich als besonders hilfreich oder kreativ erwiesen. Nur sehen andere das vielleicht anders. Solange Du das Gesuchte schnell wiederfindest und ordentliche Ergebnisse in angemessener Zeit abliefern kannst, ist Unordnung zwar eine Schwäche, aber vernachlässigbar.

Unordnung muss nicht zwingend eine Schwäche sein: Sie kann sich im Vorstellungsgespräch nach der Frage zu Deinen Stärken und Schwächen auch als Potenzial für Kreativität erkannt werden.

Stärken und Schwächen: Beherrsche Deine Schwächen gut

Schwächen zu haben ist das eine, mit ihnen konstruktiv umzugehen, ist das andere. Nennst Du Deinem Arbeitgeber eine Schwäche, zeigst Du Dich offen, ehrlich und vertrauenswürdig. Das ist ein guter Anfang. Doch Personaler möchten eher Problemlöser für sich gewinnen als Mitarbeiter, die unnötig Sand ins Getriebe bringen. Es steht also die Frage im Raum, wie Du mit Deinen Schwächen selbst umgehst, wie Du sie ausgleichst oder sogar in Stärken umwandeln kannst. Als Beispiel sei eine Person genannt, die durch ihre Blindheit gelernt hat, ihre übrigen Sinne speziell zu schulen, insbesondere Hören und Fühlen. In diesem Sinn entsteht durch eine Schwäche sogar eine neue Stärke.

Rhetorik lässt Schwächen kleiner erscheinen

Vielleicht wunderst Du Dich, dass über rhetorisches Können bisher kein Wort verloren wurde, obwohl es doch um das Vorstellungsgespräch geht. Tatsächlich spielt das wahre Selbstbewusstsein im Sinne einer tiefgehenden Auseinandersetzung mir Dir als Persönlichkeit eine wesentlichere Rolle als sprachlich geschickt aufzutreten. Dennoch gibt es ein paar sprachpsychologische Tricks, die Du kennen solltest. Gerade wenn es um Schwächen geht, möchtest Du diese so kommunizieren, dass Dein potenzieller Arbeitgeber möglichst gut über sie hinwegsehen kann und von Deinen Stärken überzeugt ist. Das gelingt Dir, indem Du bei der Erläuterung des Kontextes bzw. der Beispielsituation einschränkende Worte benutzt: manchmal, hin und wieder, gelegentlich, ein wenig, vielleicht, eventuell, angeblich, möglicherweise etc.

Schwächen zeigen und Vertrauen gewinnen

Wenn Du Dir Deiner Schwächen bewusst bist und sie offen und ehrlich zugibst, stärkst Du den Vertrauensaufbau zu Deinem Gesprächspartner und möglichen Arbeitgeber. Wahrscheinlich gibst auch Du nicht unbedingt gerne Deine Schwächen preis. Doch durch deren Erwähnung machst Du Dich ein Stück weit verletzlich. Das lässt Dich mutig erscheinen, vertrauenswürdiger und sympathischer, als wenn Du ausschließlich von Deinen positiven Eigenschaften berichtest. Und die Beziehungsebene der Kommunikation ist viel wesentlicher für das Gelingen eines Vorstellungsgesprächs als Du vielleicht denkst. Nicht nur dass Missverständnisse oder Konflikte ihre Ursache häufiger in der Beziehungs- als in der Sachebene haben. In der Kommunikationspsychologie offenbart uns das Eisbergmodell etwas sehr Entscheidendes: Was beim Gesprächspartner ankommt, entscheidet nur zu ca. 20 % der Inhalt des gesprochenen Wortes – 80 % entstehen durch die Wahrnehmung der Beziehung zwischen den Gesprächspartnern. Und diese speist sich im Wesentlichen durch nonverbale Kommunikation wie Körpersprache, Mimik und Gestik.

Fazit zum Thema Stärken und Schwächen im Vorstellungsgespräch

Du solltest Deine Stärken und Schwächen kennen und ganzheitlich kommunizieren:

  1. Sei ruhig mutig, steh zu Dir selbst, zeige Dich und Deine Persönlichkeit, denn diese zählt bei den meisten Stellenbesetzungen mindestens so viel wie Deine fachliche Eignung.
  2. Lerne Dich selbst besser kennen und kenne min. 10 Charaktereigenschaften, die Dich von anderen Menschen unterscheiden.
  3. Überlege Dir, welcher Kontext Dein Element ist, in welchem Du Dich optimal entfalten und einen Mehrwert für Arbeitgeber bzw. bei bestimmten Aufgaben bieten kannst.
  4. Kenne auch Deine Schwächen, lerne mit ihnen konstruktiv umzugehen und stehe zu ihnen.
  5. Im Vorstellungsgespräch geht es nicht nur darum, welche Stärken und Schwächen Du nennst, sondern vor allem, wie und in welchem Zusammenhang Du sie darstellst.

 

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